Website & Online-Präsenz
Agentur, Baukasten oder SaaS? Der ehrliche Vergleich für Handwerker
Agentur, Baukasten oder Done-for-You SaaS — was lohnt sich wirklich für Handwerksbetriebe? Ein ehrlicher Vergleich mit echten Zahlen und konkreten Empfehlungen.
Drei Optionen, keine ehrliche Antwort
Sie brauchen eine Website für Ihren Betrieb. Das wissen Sie. Aber wer soll die bauen?
Die Agentur will 10.000 €. Jimdo sagt „kostenlos loslegen“. Und dann gibt es SaaS-Plattformen, die alles auf einmal versprechen.
Jede Option hat Stärken. Jede hat Schwächen, über die niemand redet. Dieser Artikel ändert das. Wir vergleichen alle drei Wege — mit echten Zahlen, ohne Beschönigung.
Option 1: Die Webagentur
Eine Agentur baut Ihnen eine maßgeschneiderte Website. Design, Texte, Programmierung — alles aus einer Hand. Klingt gut. Ist es auch, wenn das Budget stimmt.
Was Sie bekommen
- Individuelles Design, das zu Ihrem Betrieb passt
- Professionelle Texte (wenn die Agentur gut ist)
- Persönlicher Ansprechpartner
- Technische Umsetzung von Sonderwünschen
Was niemand erwähnt
Kosten: 2.500 bis 15.000 € für eine Handwerker-Website. Das ist kein Ausreißer — das ist der aktuelle Marktpreis in Deutschland. Agenturen berechnen 100 bis 250 € pro Stunde.
Laufende Kosten: Hosting, Updates, Sicherheitspatches kosten 500 bis 2.000 € pro Jahr. Obendrauf.
Änderungen: Neues Foto oder Text anpassen? Das kostet extra — pro Stunde, zum Agentur-Satz.
Wartezeit: Rechnen Sie mit 4 bis 12 Wochen, bis die Seite online ist.
Kein Marketing: Die meisten Agenturen bauen eine hübsche Website. Ob die auch Kunden bringt, ist nicht ihr Problem. Eine Studie mit 500 Handwerker-Websites zeigt: Im Schnitt erreichen sie nur 2,12 von 9 möglichen Punkten bei der Kundengewinnung.
Für wen passt eine Agentur?
Für Betriebe mit speziellen Anforderungen, die kein Standard-System abdeckt. Zum Beispiel ein Konfigurator für individuelle Möbel oder eine komplexe Bestellstrecke. Wenn Ihre Website „nur“ Kunden bringen soll, ist eine Agentur oft überdimensioniert.
Option 2: Der Baukasten (Jimdo, Wix, Webflow)
Jimdo, Wix, Squarespace, Webflow — die Versprechen klingen ähnlich: Website selbst bauen, einfach und günstig. Ab 10 € pro Monat.
Was Sie bekommen
- Günstiger Einstieg (Jimdo ab 9 €, Wix ab 17 €, Webflow ab 17 € pro Monat)
- Viele Templates zur Auswahl
- Sie können Inhalte selbst ändern
- Schnell online (theoretisch an einem Tag)
Was niemand erwähnt
Zeitaufwand: „Einfach“ heißt nicht schnell. Handwerker berichten, dass sie 20 bis 40 Stunden in ihre Baukasten-Website gesteckt haben. Das sind 2 bis 5 Arbeitstage — abends nach der Baustelle.
SEO-Probleme: Jimdo bietet keine URL-Anpassung auf Unterseiten, kein NoIndex pro Seite und keine robots.txt-Bearbeitung. Für lokale Sichtbarkeit bei Google reicht das selten.
Sackgasse: Wenn Sie mehr brauchen — einen Chat, ein Buchungssystem, Lead-Management — stoßen Sie an Grenzen. Dann heißt es: Plugin kaufen, Drittanbieter anbinden, oder von vorne anfangen.
Support: Bei Jimdo warten Sie bis zu 5 Tage auf eine E-Mail-Antwort. Kein Telefon. Nutzer berichten von ungelösten Problemen bei geschäftskritischen Websites.
Für wen passt ein Baukasten?
Für Betriebe, die wirklich nur eine digitale Visitenkarte brauchen. Keine Kundenanfragen über die Website, kein Wachstum, keine Automatisierung — einfach „wir existieren“ im Internet.
Option 3: Done-for-You SaaS
Die dritte Option: Plattformen, die Ihnen eine fertige Website bauen und sich um Marketing, Kundenanfragen und Technik kümmern. Alles inklusive, monatlich kündbar.
Was Sie bekommen
- Fertige Website — Sie müssen nichts selbst bauen
- Marketing-Werkzeuge ab Werk (Chat, Formulare, Terminbuchung)
- Laufende Betreuung und Updates inklusive
- Monatliche Kosten statt hoher Einmalzahlung
- Persönlicher Ansprechpartner
Was Sie prüfen sollten
Nicht jede SaaS-Plattform ist gleich. Achten Sie auf:
- Eigene Domain? Ihre Website sollte unter Ihrem Namen laufen.
- Kündigungsfrist? Monatlich kündbar ist Standard. Alles andere ist ein Warnsignal.
- Datenschutz? Server in Deutschland oder der EU. DSGVO-konform.
- Versteckte Kosten? Keine Einrichtungsgebühr, keine Zusatzkosten für Änderungen.
Der ehrliche Vergleich — Zahlen statt Versprechen
Hier die drei Optionen nebeneinander. Keine Marketing-Sprache, nur Fakten:
Einmalkosten: Agentur 2.500–15.000 € | Baukasten 0 € | SaaS 0 €
Monatliche Kosten: Agentur 50–150 € (Hosting/Wartung) | Baukasten 10–45 € | SaaS 29–199 €
Kosten im ersten Jahr: Agentur 3.100–16.800 € | Baukasten 120–540 € | SaaS 348–2.388 €
Ihr Zeitaufwand: Agentur 10–20 h (Briefing) | Baukasten 20–40 h (selbst bauen) | SaaS 2–3 h (Briefing)
Online in: Agentur 4–12 Wochen | Baukasten 1–4 Wochen | SaaS 1–2 Wochen
Änderungen: Agentur 80–250 €/Stunde | Baukasten selbst machen | SaaS inklusive
Die versteckten Kosten, über die niemand spricht
Bei der Agentur
Nach der Fertigstellung fängt das Zahlen erst richtig an. Jede Textänderung, jedes neue Foto, jede technische Anpassung kostet extra. Nach 3 Jahren haben viele Betriebe das Doppelte der ursprünglichen Summe bezahlt — für eine Website, die veraltet aussieht.
Beim Baukasten
Ihre Zeit ist der versteckte Preis. 30 Stunden am Baukasten sind bei einem Stundensatz von 80 € genau 2.400 €. Dazu kommen Plugins: Terminbuchung, Kontaktformulare, Bewertungen — schnell 50 bis 100 € extra pro Monat. Und wenn die Seite dann steht, bringt sie oft trotzdem keine Kunden, weil Baukästen bei lokaler SEO an ihre Grenzen stoßen.
Bei SaaS
Die monatlichen Kosten sind transparent — das ist der Vorteil. Prüfen Sie trotzdem: Gibt es Einrichtungsgebühren? Vertragsbindung? Transaktionsgebühren im Shop? Ein guter Anbieter hat nichts davon.
Warum 46 % aller Google-Suchen lokal sind — und was das für Sie bedeutet
Fast jede zweite Suche bei Google hat einen lokalen Bezug. „Elektriker in der Nähe“, „Maler Karlsruhe“, „Heizung Notdienst“ — das sind Ihre potenziellen Kunden.
- 80 % der Nutzer lokaler Suchen kontaktieren ein Unternehmen oder kaufen
- 86 % suchen Unternehmensstandorte über Google Maps
- 65 % aller Suchen kommen vom Handy
- 18 % der mobilen lokalen Suchen führen innerhalb von 24 Stunden zu einem Kauf
Wer bei Google nicht auftaucht, verliert Aufträge — jeden Tag. Denn 70 % der Klicks gehen an die Ergebnisse im Google Local Pack.
Egal für welche Option Sie sich entscheiden: Ihre Website muss mobil funktionieren, bei Google sichtbar sein und strukturierte Daten nutzen, damit Google versteht, wer Sie sind und was Sie anbieten.
Und was ist mit MyHammer und Check24?
Manche Handwerker setzen auf Portale statt auf eine eigene Website. Das klingt bequem, hat aber seinen Preis.
MyHammer berechnet 1 bis 39 € pro Lead — Branchenberichte sprechen sogar von 50 bis 120 €. Und zwar pro Anfrage, nicht pro Auftrag. Wenn drei Handwerker auf denselben Job bieten, zahlen alle drei.
Der größte Nachteil: Sie bauen die Marke des Portals auf, nicht Ihre eigene. Mit einer eigenen professionellen Website kommen Kunden gezielt zu Ihnen — ohne Provision pro Anfrage.
Unsere Empfehlung — je nach Situation
Es gibt keine Lösung, die für jeden passt. Aber es gibt klare Fälle:
Wählen Sie eine Agentur, wenn: Sie ein Budget ab 10.000 € haben, sehr spezielle Anforderungen brauchen (Konfigurator, Portal) und bereits ein Marketing-Team haben.
Wählen Sie einen Baukasten, wenn: Sie wirklich nur eine einfache Seite brauchen, Spaß am Gestalten haben und Kundengewinnung über die Website kein Ziel ist.
Wählen Sie Done-for-You SaaS, wenn: Sie sich auf Ihr Handwerk konzentrieren wollen, über die Website neue Kunden gewinnen möchten und kein Risiko eingehen wollen (monatlich kündbar, keine Einrichtungskosten).
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Handwerker-Website bei einer Agentur?
Eine professionelle Handwerker-Website kostet bei einer Agentur in Deutschland zwischen 2.500 und 15.000 €. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting und Wartung von 500 bis 2.000 € pro Jahr.
Ist Jimdo gut für Handwerker?
Jimdo reicht für eine einfache Visitenkarten-Website. Für Kundengewinnung hat es aber Grenzen: schwache SEO-Optionen, keine URL-Anpassung auf Unterseiten und eingeschränkter Support (bis zu 5 Tage Wartezeit per E-Mail).
Was ist eine Done-for-You Website-Plattform?
Eine Plattform, die Ihnen die Website komplett baut und betreut — inklusive Design, Texte, SEO und Marketing-Tools wie Chat und Terminbuchung. Sie zahlen monatlich statt einer hohen Einmalzahlung.
Lohnt sich MyHammer für Handwerker?
MyHammer kann kurzfristig Aufträge bringen, ist aber teuer: 1 bis 39 € pro Lead, teilweise bis zu 120 €. Die Gebühr fällt an, auch wenn kein Auftrag zustande kommt. Langfristig ist eine eigene Website günstiger und baut Ihre Marke auf.
Wie finden Kunden lokale Handwerker?
46 % aller Google-Suchen haben einen lokalen Bezug. 86 % der Nutzer suchen Betriebe über Google Maps. 80 % kontaktieren danach ein Unternehmen. Wer bei Google nicht auftaucht, verliert diese Kunden an die Konkurrenz.
Die ehrliche Antwort
Alle drei Optionen können funktionieren. Aber sie funktionieren für unterschiedliche Situationen.
Wenn Sie als Handwerker eine Website wollen, die Kunden bringt — ohne Ihr halbes Jahresgehalt zu investieren und ohne abends Templates zu schieben — dann ist Done-for-You SaaS der pragmatischste Weg.
Sie konzentrieren sich auf Ihr Handwerk. Jemand anderes kümmert sich um Ihre Online-Präsenz. Monatlich kündbar, falls es nicht passt.
Genau dafür haben wir SiteHive gebaut: Professionelle Websites für Handwerksbetriebe ab 29 € pro Monat — mit KI-Assistent, Terminbuchung und Lead-Management.
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